Schloss
Geschichte

 
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Schloss Kittsee - Alte Ansicht
um 1910

Unmittelbar an der österreichisch-slowakischen Grenze, nur acht Kilometer von Bratislava entfernt, befindet sich in der burgenländischen Marktgemeinde Kittsee (Bezirk Neusiedl am See) das Barockschloss Kittsee. Es stellt mit seinem Park und dem Ethnographischen Museum ein bedeutendes Kulturgut dar und gehört zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten des nördlichen Burgenlandes.

Das sogenannte Neue Schloss Kittsee entstand Anfang des 17. Jahrhunderts als Meierhof und wurde von Johann Listy 1668 zu einer Schlossanlage mit Freitreppe und Zwiebeltürmchen erweitert. Der barocke Umbau erfolgte unter Paul Anton Esterházy zwischen 1730 und 1740 durch einen Wiener Baumeister.
Schloss Kittsee - Atlant
Die Besitzer der jüngeren Vergangenheit, unter welchen als bedeutendste Persönlichkeit Dr. Ladislaus Fürst Batthyány-Strattmann (der Begründer des Kittseer Krankenhauses, gesuchter Augenspezialist und großherziger Philanthrop) hervorragt, haben zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Geschmack des Historismus letzte Veränderungen der Außen- und Innenarchitektur getroffen.
   

Der von Atlantenfiguren getragene Vorbau der Altane stammt vom Palais Grassalkovich in Preßburg und wurde 1909 in Kittsee aufgebaut. Die prachtvollste Hinterlassenschaft aus der Zeit des Historismus sind die Kunstschmiedearbeiten der Prunkstiege und des Schlosstores. In den 1970er und 1990er Jahren wurde das Schloss generalsaniert.


Schloss Kittsee - Atlant
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