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KROATIEN - WOHNEN IM LÄNDLICHEN RAUM KROATIEN - WOHNEN IM LÄNDLICHEN RAUM Die Jahresausstellung 2002
FOTOGRAFIEN AUS MÄHREN FOTOGRAFIEN AUS MÄHREN
UNGARISCHE VOLKSKUNST UNGARISCHE VOLKSKUNST
   
   
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März - September
17.03.02 bis 29.09.02
tägl. von 10 - 17 Uhr

FUNKTION UND ÄSTHETIK TRADITIONELLER WOHNKULTUR





Die Jahresausstellung 2002

Wiegen




Die Ausstellung des Ethnographischen Museums Zagreb präsentiert Wohnungseinrichtungen der kulturell, historisch und ökonomisch verschieden geprägten Regionen Kroatiens. Ergänzt werden die rekonstruierten Wohn- und Schlafräume durch Fotografien von Wohnungen, die im Zuge einer Feldforschung von 1996 bis 1998 aufgenommen wurden.

Eine Multimedia - Präsentation der verschiedenen Kulturzonen Kroatiens zeigt die Verwendung von Möbeln in ihrem ursprünglichen Verwendungsgebiet im jeweiligen sozialen Kontext und zu verschiedenen Perioden.


Schlafzimmer Brac

Der Blick wird jedoch auch auf die Ästhetik von Truhen, Kommoden, Tellerborden, Kästen, Stühlen, Bänken, Betten und Wiegen gelenkt. Der ethnologische Film "Die Geschichte eines Stuhles" berichtet über die Herstellung und soziale Bedeutung eines speziellen Sesseltyps.

KästenWiegen

 
Moderne Möbel, die von jungen kroatischen Designer/innen aus umweltfreundlichen Materialien gestaltet wurden, runden die Ausstellung ab.

 

 

Zur Ausstellung wird ein Vermittlungsprogramm für Kinder- und Jugendgruppen angeboten.

Termin nach Voranmeldung: jede Woche Dienstag

Küche Trilj, Sinj

 
Anmeldungen:
K.B.K.- Kulturvermittlung Burgenland
Mag. Barbara Mayer
Karl Auer von Welsbachweg 10
7000 Eisenstadt
Tel.: 0699 / 11970 667
Fax.: 02682/64910
Email: kulturverm.bgld@utanet.at
   
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Januar - April
11.01.02 - 07.04.02

1901 - 1910
Josef Braun

Eine Ausstellung des Ethnographischen Instituts des Mährischen Landesmuseums Brünn


Öffnungszeiten:
tägl. von 10 - 16 Uhr

Fotografie aus Mähren

Die Anwendung der Fotografie als Mittel wissenschaftlicher Dokumentation war an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert relativ verbreitet. In Brünn wurde 1901 - in Übereinstimmung mit mitteleuropäischen Tendenzen - eine institutionelle Basis in Form der Gründung des "Photographischen Museums" im Rahmen des damaligen Franzens-Museums (heute "Mährisches Landesmuseum") geschaffen. Zu dieser Fotosammlung trugen renommierte Forscher, Amateure und professionelle Fotografen, später auch Museumskuratoren und externe Mitarbeiter bei.

Josef Braun stand abseits dieser offiziellen Strömung: Seine Identität konnte erst mit Hilfe der Brünner Judengemeinde und des Museums der Diaspora in Tel Aviv erforscht und Kontakte mit direkten Nachkommen erzielt werden. Josef Braun wurde 1855 als Sohn einer Kaufmannsfamilie in Uherský Ostroh, einer Kleinstadt mit einer bedeutenden Judengemeinde in Südostmähren, geboren; seine Familie besaß eine Bierbrauerei in Jarošov bei Uherské Hradište. Nach der Schulzeit am deutschen Gymnasium in Uherské Hradišteund der Fachschule in Mödling kümmerte sich Josef Braun um die Brauerei, die bis an den Wiener Hof lieferte. Einige Zeit war er Vorsitzender der Judengemeinde von Uherské HradištØ und machte sich um die Erneuerung der Synagoge verdient.

Als begeisterter Bewunderer von Volkskunst förderte und sammelte er diese. Für die Musikerziehung seiner vier Kinder engagierte er František Kretz; der Musiker und Journalist Kretz war vor allem auch Kenner und Sammler von Volkskeramik und -stickerei und vertiefte somit noch Brauns Interesse für die Volkskultur. Vermutlich machte er ihn auch mit Erwin Raupp bekannt, einem deutschen Fotografen, der in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts in Südmähren "die letzte Insel der durch die Zivilisation unberührten Volkskultur in Europa" suchte. Eine Begegnung von Braun und Raupp würde eine gewisse formale und thematische Ähnlichkeit der Motive der beiden Fotografen erklären.

Das Ethnographische Institut des Mährischen Landesmuseums Brünn besitzt in seinen Sammlungen insgesamt 168 Glasnegative von Josef Braun, die vermutlich als ein unbemerkter Bestandteil des umfangreichen Nachlasses von František Kretz dorthin gelangten.
Josef Braun fotografierte in einigen wenigen Ortschaften Südostmährens, in der näheren Umgebung von Uherské Hradište- vermutlich nur dort, wohin seine Brauerei-Inspektionsreisen führten: in den früher selbständigen Gemeinden Maéatice, Sady und Jarošov, weiters in Buchlovice, Ostrožská Nová Ves, Nedachlebice, Velehrad, Velká nad Veli¹kou, Strážnice, Veselí nad Moravou und in Uherský Ostroh, wo einige seiner sieben Brüder und Schwestern lebten. Er fotografierte, soweit uns bekannt ist, nur in dem einen Jahrzehnt von 1901 bis 1910. Es ist kein einziges Autorenpositiv erhalten, und obwohl laut Brauns Enkelin einige Vergrößerungen seine Wiener Wohnung verzierten, wissen wir nichts über deren Ausmaße, Nuancierung oder weitere Gestaltung. Die Negative sind jedoch 100 Jahre nach ihrer Entstehung in gutem Zustand.

Portrait


Braun fotografierte fast ausschließlich Menschen - einerseits Kinder, andererseits alte Menschen -, Landschaftsaufnahmen sind selten. Für die Entstehungszeit sind die nicht stilisierten Aufnahmen von Zigeunern fast einzigartig. Die thematische, lokale und chronologische Geschlossenheit der Fotografien Brauns stellt keine Einschränkung dar. Im Gegenteil - sie zeugt von seinem gezielten Vorhaben, die spezifische Volkskultur einer mährischen Region zu dokumentieren: komplizierte Frauenhaartrachten, Kinder beim Spielen, Beziehungen zwischen Generationen, Bewohnerinnen und Bewohner kleiner Dörfer bei der Arbeit, auf dem Markt sowie in tiefer geistiger Konzentration beim Gebet. Er erfasste die Fest- und Alltagskleidung so, wie sie und in dem Milieu, wo sie getragen wurde, ohne das Objekt seines Interesses zu arrangieren oder es in einer anderen als seiner eigenen Lage zu positionieren. Damit schuf Braun für die Ethnographie wertvolle Dokumente, die es den Forschern erlauben, die reiche Symbolik jedes Kleidungsbestandteils im Einzelnen bzw. die Trachten im Gesamten zu erforschen.

Josef Braun stammt aus einer reichen Familie, die kulturell wie ökonomisch vor allem an Wien orientiert war; trotzdem stellen seine Fotografien einen Beleg seiner emotionalen Verbundenheit mit der Region, in der er geboren wurde und lebte, dar. Der künstlerische wie auch der dokumentarische Wert dieser Kollektion lassen sie zu einer Entdeckung für die Geschichte der tschechischen Fotografie werden.

   
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DIE AUSSTELLUNG MUSSTE LEIDER ABGESAGT WERDEN.


WIR BITTEN UM IHR VERSTÄNDNIS.

Oktober - November
13.10.02 -17.11.02


Volkskunst aus dem Komitat Heves/Ungarn


Öffnungszeiten:
tägl. von 10 - 16 Uhr



Das ungarische Komitat Heves vereinigt einige sehr unterschiedliche ethnische Gruppen. In der Ausstellung werden Zeugnisse ihrer vielfältigen Volkskunst gezeigt.

Besonders beindruckend sind die reichen Soff- und Lederstickereien der Paloczen des nördlichen Berglandes. Aber auch Holzschnitzereien, Glas, die meist sehr bunt bemalte Keramik und aufwendig verzierte Trachten geben einen Einblick in die Volkskunst aus dem Norden Ungarns.
   
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