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ISTRIEN:SICHTWEISEN familienFOTOfamilie Die Jahresausstellung 2001
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MARIA TEMNITSCHKA MARIA TEMNITSCHKA
SLOWAKISCHE KROATEN SLOWAKISCHE KROATEN
   
   
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Mai - Oktober
27.05. bis 14.10.01
Eröffnung 26.05.01, 14.00 Uhr
Die Jahresausstellung 2001

ISTRIEN: STIEGE

Mit Istrien verbinden wir heutzutage vor allem gut ausgebaute Zentren für günstigen Sommertourismus an der Westküste und vielleicht noch luftgetrockneten Schinken und Rotwein. Doch bereits in den 1880er Jahren entwickelte sich ein prosperierender Fremdenverkehr zu den Kuranstalten in Abbazia/Opatija und Portorose/Portoroz auch in Folge des Bahnbaus nach Pola. Die südlichste Stadt Istriens war ab der Mitte des 19. Jahrhunderts zum k.u.k. Kriegshafen bestimmt und folglich umfangreich erweitert worden.

ISTRIEN: PLATZ


Eine Ausstellung des Österreichischen Museums für Volkskunde Wien und des EthnographischenMuseums Schloss Kittsee in Zusammenarbeit mit dem Etnografski Muzej Istre in Pazin





Zur selben Zeit begannen österreichische Ethnographen, in den Küstenstädten und im Landesinneren - im Gebiet der Schafhirten, Kleinstbauern und Kohlenbrenner, des Weinbaus, der Olivenöl- und Salzwirtschaft , der "Kroaten", "Slowenen", "Italiener" und Tschitschen - zu sammeln und zu forschen. Die italienischsprachige Bevölkerung und deren Kultur in den westlichen Küstenstädten sowie die damaligen landwirtschaftlichen Gegebenheiten lagen jedoch außerhalb des Blickfeldes der Ethnographen, die sich hauptsächlich mit Trachten und "Ethnien" beschäftigten. Diese historischen volkskundlichen Sichtweisen treten in der Ausstellung mit den aktuellen Forschungen des Etnografski Muzej Istre in einen Dialog. Präsentiert werden Beispiele historischer und zeitgenössischer "Volkskultur" vor dem Hintergrund gesellschaftlicher, kultureller und politischer Entwicklungen.

Darüber hinaus begibt sich die Ausstellung auf eine Spurensuche nach dem "österreichischen Erbe" in Istrien: Die jahrhundertelange Zugehörigkeit Istriens - oder zumindest eines Teiles davon - zu Österreich beeinflusste zahlreiche Bereiche des täglichen Lebens auf der Halbinsel und somit die Sicht der istrianischen Bevölkerung auf Österreich. In die traditionelle Musik beispielsweise wurden Instrumente wie Akkordeon, Violine und Klarinette sowie zentraleuropäische Tänze, da vor allem Walzer, Polka oder "Siebenschritt", aufgenommen. Heute noch finden sich Instrumente österreichischer Produktion in Istrien.



ISTRIEN: EISEN

Auch auf landwirtschaftlich-kulinarischem Gebiet, das Touristen aus Österreich heute mit Istrien assoziieren - Wein, Olivenöl, Schinken - beeinflussten österreichische Innovationen die Produktionsweisen nachhaltig. So erlangten österreichische Werkzeughersteller einen besonders guten Ruf bei istrianischen Handwerkern. Und abgesehen von der das Stadtbild von Pula prägenden Architektur des ehemaligen Militärhafens wirkte sich die Zugehörigkeit zur k.u.k. Monarchie auch auf das Leben der jungen Männer Istriens aus, die Militärdienst leisten mussten - diesselben jungen Männer, die womöglich als Kinder bereits eine der deutschen Schulen Istriens besucht hatten.


Abschließend wird der Bogen hin zum heutigen Tourismus und zu aktuellen kulturwissenschaftlichen Forschungen geschlossen, indem die Symbolik und das Identitätspotential von "istrianischer" Volkskunst im Sinne einer "Folklorisierung der Region" gerade in Hinblick auf die Bedeutung der Objekte für den Touristen oder/und den/die "Istrianer/in" erarbeitet werden. Eine Zeit lang kamen die Souvenirs für Istrien aus anderen Teilen Jugoslawiens, nun wird wieder verstärkt auf "authentische istrianische" Produktion zurückgegriffen bzw. diese bewusst gefördert. Touristen und Einheimische kaufen gleichermaßen Souvenirwaren mit Ochsen oder Ziegen, stilisierte runde Steinhütten oder Objekte in der Form von Istrien; die Motive für den Kauf und die Bedeutung der Dinge sind jedoch sehr unterschiedlich und werden hier analysiert.

   
   
   
   
   
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April - Juni
27.04 - 10.06.01
Personale Leo Hainzl
in der Galerie

Seine Schwerpunkte setzt der Künstler in Kontext zum ethno - kulturellen Erbe der österreichischen Zeitgeschichte. In welcher Form können interregionale Themen, zum Beispiel die Zwischenzonen einer österreichischen und slowenischen Kultur, im globalen Ausstellungsgeschehen bestehen?



Leo Hainzl, Jahrgang 1968, setzt seine Arbeiten in einen Dialog mit der ständigen Schausammlung des Museums. In den Galerieräumen zeigt der Künstler "Bild.Zonen" mit Malerei, graphischen Arbeiten und Fotografien aus den Jahren 1997 - 2001. Darüber hinaus interveniert Hainzl mit einer Serie seiner Arbeiten in der Schausammlung des Museums.







Die Schau präsentiert drei Aspekte:
  • Basic Genre, Memorial Gallery 1938-45 & Nature; Malerei
  • Unanswered; Fotoserie
  • Global Patterns; Zeichnungen


Gespräch mit dem Künstler

So, 20.05 12.00 - 15.00 Uhr
So, 10.06 12.00 - 15.00 Uhr

   
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Oktober
01.10. bis 29. 10. 2001

Vernissage 30.9.2001 10.00 Uhr
 
Der Kardinal
Der Kardinal, 1998,
Öl/Leinen 60x70cm


MARIA TEMNITSCHKA

Jahrgang 1961. Studium an der Hochschule für Angewandte Kunst, Meisterklasse für Metallgestaltung. Anfangs stehen das Entwerfen und die Herstellung von Schmuck und Objekten im Mittelpunkt des Schaffens von Maria Temnitschka. Später wendet sie sich einer freieren, spontaneren Ausdrucksweise zu und entdeckt die Malerei als ihr optimales Medium.

Dabei gilt ihr Interesse vorerst der Darstellung des Menschen in verschiedenen Techniken, später wird ihre Bildsprache zunehmend abstrakter.

Seit 1993 entstehen größere Bilderzyklen, die sich thematisch und farblich voneinander abgrenzen, wie z.B. eine Bilderserie über die Liebe in rot-orangen Farben oder eine grün-blaue Serie über Wasser und das Meer. In einem anderen Zyklus geht es um Krankheitserreger und deren Auswirkung auf den Menschen. Weitere Themen sind psychische Krankheiten, Angst, verschiedene Spielarten von Macht und zuletzt Zeit, Zeitempfinden und biologische Rhythmen.

Zentrales Thema ist dabei immer der Mensch mit all seinen positiven wie negativen Gefühlen und Handlungsweisen. Ölfarbe in lasierender Maltechnik ist Maria Temnitschkas bevorzugtes Material.






   
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Kroaten in der Slowakei

21.10.2001 - 18.11.2001
 
SLOWAKISCHE KROATEN

20.10.2001

Musikalische Eröffnung

15.00 Uhr


Die Ausstellung ist dem zehnjährigen Gründungsjubiläum der kroatischen Kulturverbände der vier Dörfer Dunovo, Devínska Nová Ves, Chorvátsky Grob und Jarovce in der Umgebung von Bratislava, in denen die aktive kroatische Minderheit der Slowakei lebt, gewidmet. Das Projekt wurde in Zagreb initiiert.

Thema dieser Schau ist die Einwanderung der Kroaten in die Slowakei im 16. Jahrhundert und ihren Aktivitäten bis zum Jahr 1990. Auf die letzten zehn Jahre zurückblickend wird der heutige Status der Gemeinden gezeigt und die Aktivitäten sowohl der einzelnen Kulturverbände als auch ihrer Dachorganisation - des "Kroatischen Kulturvereins in der Slowakei" - dokumentiert.

In der Ausstellung werden außer Bildtafeln auch die in den letzten zehn Jahren herausgegebene Publikationen und Holzschnitzereien mit kroatischen Texten von Viliam Pokorný gezeigt. Die Ausstellungsstücke sind Eigentum des Kroatischen Kulturvereins in der Slowakei, dessen Vorsitzender, Doc.Ing. Juraj Cvetko, CSc., auch für die Ausstellungsstücke, deren Schutz und für mögliche Ausstellungen zuständig ist.






   
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